Die Wüste
Auf den heutigen Tag hatte ich mich schon gefreut. Louxi hatte angekündigt, wir würden something exciting machen, was bisher immer irgendwelche Freizeitparks waren. Als ich also heute Morgen ins Wohnzimmer kam, saßen dort noch ihr Onkel und kleiner Cousin, der nun ca. 6 jahre alt ist und warteten. Luoxi erklärte mir, dass ihr Vater für mehrere Tage auf Geschäftsreise wäre und die Mutter nicht Auto fahren könne, weshalb der Onkel uns helfen würde, an besagten Platz zu kommen. Nachdem wir also anderthalb Stunden im Auto saßen kamen wir endlich an. Dieser Ort an dem wir uns befanden sah irgendwie reichlich wenig nach Vergnügungspark aus, aber meine Hoffnung starb nicht, dass sich vllt doch einer hinter der nächsten Ecke befände. Nun... eine riesige Sandlandschaft erstreckte sich vor uns. Louxi erklärte mir voller Stolz, dass das die Wüste von Nanchang sei. Demzufolge wuchs meine Interesse, was man denn in einer Wüste so interessantes machen könnte, denn Wüsten an sich sind ja generell doch ziemlich langweilig. Wir kämpften uns durch die Kälte und durch den Regen, die wir beide nicht erwartet hatten und dementsprechend gekleidet waren. Nachdem wir eine Viertelstunde durch den Sand gestalkst waren, fiel Louxi auf, dass the exciting thing geschlossen hatte, weil das bei dem Regen zu gefährlich sei. Später fand ich heraus dass es sich dabei um Sand Ski Fahren handelte. Ich glaube das hätte ich echt gerne gemacht. Also stiegen wir wieder ins Auto und fuhren zurück nach Nanchang.
Endlich dort angekommen war bereits Essenszeit. Zu sechst, Die Gastmutter, der Onkel, die Tante (die noch während der Hinfahrt zugestiegen war), der Cousin, Louxi und ich, setzten wir uns in einem Restaurant an einen sehr großen Tisch, der eigentlich für eine deutlich größere Gesellschaft gemacht war. Es gab Entenfüße, Muschelpudding, Reis mit Fleisch, noch mehr anderes Fleisch und natürlich noch delikate Gänseköpfe. Die befanden sich dann immer auf der anderen Seite des Tisches, damit ich sie nicht ansehen musste.
Nachdem ich mein Essen das an diesem Mittag nur aus Reis bestand beendet hatte, ging ich mit meiner Austauschschülerin in die Stadt. Dort trafen wir S. mit ihrer Chinesin. Beide glücklich, eine Deutsche wieder an seiner Seite zu haben dackelten wir unseren Chinesinnen hinterher die planlos durch die Gegend streiften. Und wohin? Nun, wir landeten in einer Spielbar. Dort schossen wir auf Zombies, spielten Basketball, fuhren Autorennspiele und fuhren Motorrad. Der Spaß war allerdings vorbei, als ein seltsamer Chinese uns attraktive Europäerinnen sah und uns von da an die ganze Zeit hinterher lief und auf Chinesisch vollquasselte. Wie schwer ist es denn zu verstehen, wenn ich ihm auf Deutsch, Englisch Französisch und sogar Chinesisch erkläre dass ich verdammt nochmal kein Chinesisch verstehe????
Um von dem seltsamen Chinesen weg zu kommen verließen wir also die Spielhalle und gingen wieder nach draußen in den Regen. Nach einigen Beratungen beschlossen unsere Chinesinnen, dass jetzt mal wieder Zeit wäre, etwas zu essen. Es gab ein großes Regal mit verschiedenen essbaren Sachen darin, die jedoch noch gekocht werden mussten. Man nahm sich einen Korb, legte rein, was man essen wollte und das wurde dann gekocht und zu einer Suppe verarbeitet. Sehr lecker war es nicht, aber unser trinken war kostenlos, weil der Verkäufer so erfreut darüber war, dass Europäer in seinem kleinen Restaurant waren. Sowieso sind wir hier total beliebt. Ich habe hier bisher nur einen Kanadier und zwei Südamerikaner gesehen. Das waren die einzigen Ausländer. Der Rest hatte schlitzige Augen :D Umso weniger Überraschender war es, dass eine Reportage über unseren Austausch im Fernsehen lief. Und das sogar für das gesamte "Bundesland" soweit man das in China so nennen kann. Wobei Nanchang in dem am engsten besiedeltsten davon gehört. Kurze Ausschnitte aus unserer Pantomieaufführung bei der Willkommens Veranstaltung und bei Führungen durch die Schule. Interessant ist, dass ich in dem Fernsehausschnitt zwar ungefähr 8 mal zu sehen bin, aber jedes mal Fotos von mir selbst mache. Da kann ich mich gar nicht mehr dran erinnern...
Wie auch immer. Nachdem wir nun wirklich komplett voll gegessen wieder loszogen, trafen wir ein drittes Austauschpärchen und liefen mit ihm für kurze Zeit durch die Mall. Dann erklärten uns unsere Austauschschüler, dass es Zeit für das Abendessen sei und wir jetzt zum Restaurant fahren würden. Da war für mich eigentlich schon klar, dass ich nichts mehr essen wollen würde. So viel wie wir heute schon gegessen hatten war das auch kaum noch Möglich. Nachdem wir wiedermal durch die Kälte gestarkst waren und wieder kein Taxi uns fahren wollte und wir auch wieder an einer falschen Bushaltestelle standen fanden wir endlich die Richtige und nahmen sogar den richtigen Bus. Dieser fuhr uns durch den Regen vor ein prunkvolles Restaurant. Das sah wirklich sehr teuer aus. Würden das die Eltern bezahlen? Oder die Austauschschüler selbst? Wir trafen uns mit fast allen Austauschschülern und kamen in einen eigenen Raum wo ein riesiger Tisch für uns gedeckt war. Es stellte sich heraus, dass die reichen Eltern der Austauschschülerin einer Freundin von mir mal dachten, sie könnten ja das Abendessen bezahlen. Es gab wirklich viel zu essen und ich hatte keinen Hunger! Dabei sah es so lecker aus :( Dennoch stopfte ich noch ein wenig Hühnerfuß und in Soja getränkten Brokkoli in mich rein. Beides sehr lecker.
Nachdem wir zu Ende dinniert hatten, begaben wir uns nach unten und wurden von den Eltern und der Familie der Chinesin (sie heißt Ada) zum K TV gefahren. Also wieder Karaoke, zum dritten mal in der gesamten Chinazeit. Aber es macht auch wirklich sehr viel Spaß! Dieses mal hatten wir einen extra großen Raum und Adas Eltern bezahlten noch große Obstteller mit kunstvoll gestalteten Melonen und weiterem darauf, Chips, Erdbeeren, trinken und noch viel mehr. Das singen war mal wieder wirklich gut. Obwohl meine Laune durch das schlechte Wetter, das ewige warten als Resultat der leichten ungeplantheit unserer Chinesen und das teure Essen was ich nicht essen konnte, weil ich ja schon das eklige Suppenzeug essen musste und noch weitere Faktoren wirklich in den Keller gesunden war, machte das Karaoke singen doch wieder enorm viel Freude. Vor allem wenn eines der zahlreichen Pärchen unter den Chinesen ein Liebesduett sangen und Adas Eltern kritisch hin und her schauten, da Liebesbeziehungen in dem Alter ja angeblich verboten sind in China.
Erst sehr spät fuhren wir nach Hause. Trotz dem weniger guten Anfang nahm der Tag ein doch mehr als gutes Ende.
Endlich dort angekommen war bereits Essenszeit. Zu sechst, Die Gastmutter, der Onkel, die Tante (die noch während der Hinfahrt zugestiegen war), der Cousin, Louxi und ich, setzten wir uns in einem Restaurant an einen sehr großen Tisch, der eigentlich für eine deutlich größere Gesellschaft gemacht war. Es gab Entenfüße, Muschelpudding, Reis mit Fleisch, noch mehr anderes Fleisch und natürlich noch delikate Gänseköpfe. Die befanden sich dann immer auf der anderen Seite des Tisches, damit ich sie nicht ansehen musste.
Nachdem ich mein Essen das an diesem Mittag nur aus Reis bestand beendet hatte, ging ich mit meiner Austauschschülerin in die Stadt. Dort trafen wir S. mit ihrer Chinesin. Beide glücklich, eine Deutsche wieder an seiner Seite zu haben dackelten wir unseren Chinesinnen hinterher die planlos durch die Gegend streiften. Und wohin? Nun, wir landeten in einer Spielbar. Dort schossen wir auf Zombies, spielten Basketball, fuhren Autorennspiele und fuhren Motorrad. Der Spaß war allerdings vorbei, als ein seltsamer Chinese uns attraktive Europäerinnen sah und uns von da an die ganze Zeit hinterher lief und auf Chinesisch vollquasselte. Wie schwer ist es denn zu verstehen, wenn ich ihm auf Deutsch, Englisch Französisch und sogar Chinesisch erkläre dass ich verdammt nochmal kein Chinesisch verstehe????
Um von dem seltsamen Chinesen weg zu kommen verließen wir also die Spielhalle und gingen wieder nach draußen in den Regen. Nach einigen Beratungen beschlossen unsere Chinesinnen, dass jetzt mal wieder Zeit wäre, etwas zu essen. Es gab ein großes Regal mit verschiedenen essbaren Sachen darin, die jedoch noch gekocht werden mussten. Man nahm sich einen Korb, legte rein, was man essen wollte und das wurde dann gekocht und zu einer Suppe verarbeitet. Sehr lecker war es nicht, aber unser trinken war kostenlos, weil der Verkäufer so erfreut darüber war, dass Europäer in seinem kleinen Restaurant waren. Sowieso sind wir hier total beliebt. Ich habe hier bisher nur einen Kanadier und zwei Südamerikaner gesehen. Das waren die einzigen Ausländer. Der Rest hatte schlitzige Augen :D Umso weniger Überraschender war es, dass eine Reportage über unseren Austausch im Fernsehen lief. Und das sogar für das gesamte "Bundesland" soweit man das in China so nennen kann. Wobei Nanchang in dem am engsten besiedeltsten davon gehört. Kurze Ausschnitte aus unserer Pantomieaufführung bei der Willkommens Veranstaltung und bei Führungen durch die Schule. Interessant ist, dass ich in dem Fernsehausschnitt zwar ungefähr 8 mal zu sehen bin, aber jedes mal Fotos von mir selbst mache. Da kann ich mich gar nicht mehr dran erinnern...
Wie auch immer. Nachdem wir nun wirklich komplett voll gegessen wieder loszogen, trafen wir ein drittes Austauschpärchen und liefen mit ihm für kurze Zeit durch die Mall. Dann erklärten uns unsere Austauschschüler, dass es Zeit für das Abendessen sei und wir jetzt zum Restaurant fahren würden. Da war für mich eigentlich schon klar, dass ich nichts mehr essen wollen würde. So viel wie wir heute schon gegessen hatten war das auch kaum noch Möglich. Nachdem wir wiedermal durch die Kälte gestarkst waren und wieder kein Taxi uns fahren wollte und wir auch wieder an einer falschen Bushaltestelle standen fanden wir endlich die Richtige und nahmen sogar den richtigen Bus. Dieser fuhr uns durch den Regen vor ein prunkvolles Restaurant. Das sah wirklich sehr teuer aus. Würden das die Eltern bezahlen? Oder die Austauschschüler selbst? Wir trafen uns mit fast allen Austauschschülern und kamen in einen eigenen Raum wo ein riesiger Tisch für uns gedeckt war. Es stellte sich heraus, dass die reichen Eltern der Austauschschülerin einer Freundin von mir mal dachten, sie könnten ja das Abendessen bezahlen. Es gab wirklich viel zu essen und ich hatte keinen Hunger! Dabei sah es so lecker aus :( Dennoch stopfte ich noch ein wenig Hühnerfuß und in Soja getränkten Brokkoli in mich rein. Beides sehr lecker.
Nachdem wir zu Ende dinniert hatten, begaben wir uns nach unten und wurden von den Eltern und der Familie der Chinesin (sie heißt Ada) zum K TV gefahren. Also wieder Karaoke, zum dritten mal in der gesamten Chinazeit. Aber es macht auch wirklich sehr viel Spaß! Dieses mal hatten wir einen extra großen Raum und Adas Eltern bezahlten noch große Obstteller mit kunstvoll gestalteten Melonen und weiterem darauf, Chips, Erdbeeren, trinken und noch viel mehr. Das singen war mal wieder wirklich gut. Obwohl meine Laune durch das schlechte Wetter, das ewige warten als Resultat der leichten ungeplantheit unserer Chinesen und das teure Essen was ich nicht essen konnte, weil ich ja schon das eklige Suppenzeug essen musste und noch weitere Faktoren wirklich in den Keller gesunden war, machte das Karaoke singen doch wieder enorm viel Freude. Vor allem wenn eines der zahlreichen Pärchen unter den Chinesen ein Liebesduett sangen und Adas Eltern kritisch hin und her schauten, da Liebesbeziehungen in dem Alter ja angeblich verboten sind in China.
Erst sehr spät fuhren wir nach Hause. Trotz dem weniger guten Anfang nahm der Tag ein doch mehr als gutes Ende.
Marlin Paschköwitz - 6. Apr, 15:05
