Eine lange Wanderung
Ich denke zu aller erst muss ich mich dafür Entschuldigen, dass dieser Post einen Tag zu spät kommt. Doch der gestrige Tag war so anstrengend, dass ich es kaum vom Auto ins Bett geschafft habe. Er begann mal wieder mit frühem Aufstehen und einer fahrt zur Schule. Von dort fuhren wir mit dem Bus weiter. Die einzige Information die wir hatten war, dass wir wandern gehen würden. Die Aussagen der Chinesen über das Wetter reichten von kochender Hitze bis hin zur eisigen Kälte. Also war Zwiebellook angesagt. Das hieß für mich Top, T-Shirt und Pullover. Während Busfahrt hatte das alles leider nicht so ganz gereicht. Es war immer noch zu kalt. Wie sollte das erst auf dem Berg werden?
Als wir losgingen beschloss ich nach zwei Minuten, dass das T- Shirt und der Pullover dann doch zu schwer waren und steckte sie in meine eh schon viel zu schwere Tasche. Zu Beginn der Wanderung gingen wir durch einen Wald der irgendwie an Urwald erinnerte. Hin und wieder entdeckte man kleine Pavillions am Fluß versteckt, die nach der chinesischen Achitektur gebaut waren. Bald darauf verließen wir diesen und kamen auf ein Feld, welches an der Seite mit Schildern versehen war, die rot waren, gefährlich aussahen, leider allerdings mit chinesischen Schriftzeichen bemalt waren. Also lief ich mit einigen wenigen der anderen Deutsche durch die Felder. Als der kleine Feldpfad aufhörte und wir uns auf den Weg zum nächsten machte, bat uns allerdings einer unserer chinesischen Austauschschüler, besser auf Schlangen zu achten. Und so gingen wir wieder wie normale Leute auf dem dafür vorgesehenen Fußweg. In einem kleinen Dorf machten wir kurz Pause und aßen Teeeier. Die ersten blieben zurück, da ihnen dieser Weg schon starkt zu schaffen gemacht hatte. Hier hatten sich wohl die ersten von uns schon einen Sonnenbrand geholt. Dann gingen wir weiter über eine Hängebrücke, die über matschige Felder von dem Dorf zum Fuße des Berges führte. Die die meisten von uns hatten ihren Spaß daran, auf dieser hin und her zu schaukeln, was der Mann, der die Aufsicht über die Brücke hatte und einigen mit Höhenangst die gleichmäßig aufgeteilt auf den wackeligsten Stellen der Brücke waren, wohl nicht so ganz gefiel. Als endlich alle heile auf der anderen Seite angekommen waren, gings Bergauf. Man geht ja davon aus, dass die Treppen mal IRGENDWANN ein Ende haben, aber das war eine Täuschung. Es ging immer...immer... IMMER weiter Bergauf. Nach mehreren Kilometern erreichten wir wieder einen der chinesischen Pavillions, wo die meisten Lehrer und der ein oder andere Schüler blieben, da die Treppen nun WIRKLICH immer weiter Bergauf gingen. Dort ließ ich auch meine Tasche zurück, denn diese über 5 Kilo behinderten doch stark auf so einem beschwerlichen Weg. Nach einer Zeit des weiter hoch kraxelns kamen wir zu einer Stelle mit riesigen Steinen. Wir sprangen von einem zum anderen. Einer der Steine war ganz besonders weit weg und nur zwei Jungs hatten es gewagt sich dort hinzuwagen. Ihr Resultat: Komm nicht rüber, das tut nur weh! Aber dank meines Abenteuerlustigen Elternhauses dachte ich mir: Was die können, das kann ich schon lange, und sprang trotzdem. Leider mussten beide meiner Hände dafür mit tiefen Kratzern und Wundern büßen, in die den Rest der Tour noch schön der salzige Schweiß reinlief. Wie erfrischend. Kurz bevor wie alle Kollabierten (einige mussten wir deswegen schon zurücklassen) erreichten wir doch tatsächlich den Kopf des Berges. Nach schwachem Triumphgeschrei setzten wir uns alle in den Wind, und genossen es, eine kleine Auszeit von den gefühlten 60 Grad zu haben, mit denen die Sonne auf uns runter bruzelte. Nachdem alle einigermaßen wieder in der lange waren, überhaupt einen Fuß vor den anderen zu setzen ging es einen bei weitem einfacheren, kühleren und besseren Weg wieder nach unten. Der Rest der Wanderung war grade zu einfach.
Endlich wieder vereint und alle Gruppenfotos geschossen fuhren wir mit dem Bus in ein dreckiges Restaurant mit dreckigem Geschirr und super leckerem typisch chinesischem Essen. In der Mitte war eine riesige Glasplatte auf der sämtliche Gerichte aufgetürmt wurden und wenn man eins haben wollte, dann drehte man an dieser Platte so lange, bis das Gericht, was man wollte, vor einem stand und man sich etwas von dem Teller auf den eigenen legen konnte. Das hat richtig Spaß gemacht.
Ausgelaugt und vollgefressen setzten wir uns wieder in den Bus und freuten uns auf zu Hause. umso schockierter waren wir, als wir noch irgendwelche buddhistischen Stätten besuchten sollten. Ich hab ja nichts gegen Buddhismus. Aber wenn ich nach einer stundenlangen Wanderung mit schmerzenden Beinen noch Treppen rauf und Treppen runter laufen muss, nur um irgendeinen Tempel zu sehen, oder eine Gottheit die rot ist und Musik mag, dann hab ich doch was gegen Buddhismus. Um letzteres zu sehen gingen wir mal wieder durch den Wald, stufen rauf und wieder runter und über eine weitere Art Brücke. Allerdings eher eine der Art, die man auf einem Kinderspielplatz findet. Ein Stahlseil in der Mitte auf dem man balancieren muss und links, rechts und unten ein Netzt zum festhalten und auffangen, falls man doch nicht so der Herr seines eigenen Gleichgewichts ist. Dank dem Bauer dieser Brücke fügten sich zu meinen Hand- Maleschen noch Schürfwunden am Fußgelenk durch abrutschen auf dem Stahlseil hinzu. Von dort fuhren wir mit dem Bus endlich zur Schule.
Hinterher war ich noch mit meiner Gastschülerin und der Gastmutter essen. Ich stelle fest, dass man in China nicht alles essen darf, was auf den Teller kommt, denn es kann stets auf nur zur Deko da sein. Also giftig.
Zu Hause endlich fiel ich nach einem langen Duschgang todmüde ins Bett
Als wir losgingen beschloss ich nach zwei Minuten, dass das T- Shirt und der Pullover dann doch zu schwer waren und steckte sie in meine eh schon viel zu schwere Tasche. Zu Beginn der Wanderung gingen wir durch einen Wald der irgendwie an Urwald erinnerte. Hin und wieder entdeckte man kleine Pavillions am Fluß versteckt, die nach der chinesischen Achitektur gebaut waren. Bald darauf verließen wir diesen und kamen auf ein Feld, welches an der Seite mit Schildern versehen war, die rot waren, gefährlich aussahen, leider allerdings mit chinesischen Schriftzeichen bemalt waren. Also lief ich mit einigen wenigen der anderen Deutsche durch die Felder. Als der kleine Feldpfad aufhörte und wir uns auf den Weg zum nächsten machte, bat uns allerdings einer unserer chinesischen Austauschschüler, besser auf Schlangen zu achten. Und so gingen wir wieder wie normale Leute auf dem dafür vorgesehenen Fußweg. In einem kleinen Dorf machten wir kurz Pause und aßen Teeeier. Die ersten blieben zurück, da ihnen dieser Weg schon starkt zu schaffen gemacht hatte. Hier hatten sich wohl die ersten von uns schon einen Sonnenbrand geholt. Dann gingen wir weiter über eine Hängebrücke, die über matschige Felder von dem Dorf zum Fuße des Berges führte. Die die meisten von uns hatten ihren Spaß daran, auf dieser hin und her zu schaukeln, was der Mann, der die Aufsicht über die Brücke hatte und einigen mit Höhenangst die gleichmäßig aufgeteilt auf den wackeligsten Stellen der Brücke waren, wohl nicht so ganz gefiel. Als endlich alle heile auf der anderen Seite angekommen waren, gings Bergauf. Man geht ja davon aus, dass die Treppen mal IRGENDWANN ein Ende haben, aber das war eine Täuschung. Es ging immer...immer... IMMER weiter Bergauf. Nach mehreren Kilometern erreichten wir wieder einen der chinesischen Pavillions, wo die meisten Lehrer und der ein oder andere Schüler blieben, da die Treppen nun WIRKLICH immer weiter Bergauf gingen. Dort ließ ich auch meine Tasche zurück, denn diese über 5 Kilo behinderten doch stark auf so einem beschwerlichen Weg. Nach einer Zeit des weiter hoch kraxelns kamen wir zu einer Stelle mit riesigen Steinen. Wir sprangen von einem zum anderen. Einer der Steine war ganz besonders weit weg und nur zwei Jungs hatten es gewagt sich dort hinzuwagen. Ihr Resultat: Komm nicht rüber, das tut nur weh! Aber dank meines Abenteuerlustigen Elternhauses dachte ich mir: Was die können, das kann ich schon lange, und sprang trotzdem. Leider mussten beide meiner Hände dafür mit tiefen Kratzern und Wundern büßen, in die den Rest der Tour noch schön der salzige Schweiß reinlief. Wie erfrischend. Kurz bevor wie alle Kollabierten (einige mussten wir deswegen schon zurücklassen) erreichten wir doch tatsächlich den Kopf des Berges. Nach schwachem Triumphgeschrei setzten wir uns alle in den Wind, und genossen es, eine kleine Auszeit von den gefühlten 60 Grad zu haben, mit denen die Sonne auf uns runter bruzelte. Nachdem alle einigermaßen wieder in der lange waren, überhaupt einen Fuß vor den anderen zu setzen ging es einen bei weitem einfacheren, kühleren und besseren Weg wieder nach unten. Der Rest der Wanderung war grade zu einfach.
Endlich wieder vereint und alle Gruppenfotos geschossen fuhren wir mit dem Bus in ein dreckiges Restaurant mit dreckigem Geschirr und super leckerem typisch chinesischem Essen. In der Mitte war eine riesige Glasplatte auf der sämtliche Gerichte aufgetürmt wurden und wenn man eins haben wollte, dann drehte man an dieser Platte so lange, bis das Gericht, was man wollte, vor einem stand und man sich etwas von dem Teller auf den eigenen legen konnte. Das hat richtig Spaß gemacht.
Ausgelaugt und vollgefressen setzten wir uns wieder in den Bus und freuten uns auf zu Hause. umso schockierter waren wir, als wir noch irgendwelche buddhistischen Stätten besuchten sollten. Ich hab ja nichts gegen Buddhismus. Aber wenn ich nach einer stundenlangen Wanderung mit schmerzenden Beinen noch Treppen rauf und Treppen runter laufen muss, nur um irgendeinen Tempel zu sehen, oder eine Gottheit die rot ist und Musik mag, dann hab ich doch was gegen Buddhismus. Um letzteres zu sehen gingen wir mal wieder durch den Wald, stufen rauf und wieder runter und über eine weitere Art Brücke. Allerdings eher eine der Art, die man auf einem Kinderspielplatz findet. Ein Stahlseil in der Mitte auf dem man balancieren muss und links, rechts und unten ein Netzt zum festhalten und auffangen, falls man doch nicht so der Herr seines eigenen Gleichgewichts ist. Dank dem Bauer dieser Brücke fügten sich zu meinen Hand- Maleschen noch Schürfwunden am Fußgelenk durch abrutschen auf dem Stahlseil hinzu. Von dort fuhren wir mit dem Bus endlich zur Schule.
Hinterher war ich noch mit meiner Gastschülerin und der Gastmutter essen. Ich stelle fest, dass man in China nicht alles essen darf, was auf den Teller kommt, denn es kann stets auf nur zur Deko da sein. Also giftig.
Zu Hause endlich fiel ich nach einem langen Duschgang todmüde ins Bett
Marlin Paschköwitz - 2. Apr, 15:19
