7
Apr
2014

Das ist China

Ausschlafen. Nach dem ganzen früh aufstehen trotz Ferien durfte ich heute endlich mal ausschlafen. Durch den Autolärm vor meinem Fenster war ich leider schon um 7 wach. Aber irgendwie schaffte ich es doch noch bis 9 immer wieder einzuschlafen und wieder aufzuwachen. Nach dem Frühstück fuhren wir wieder mal in die Mall. Ich glaube wenn sie davon in China keine hätten würden die armen Chinesen echt mit uns verzweifeln. Zuerst trafen wir uns dort mit einigen beim Mc Donalts, wo sie frühstückten. Ich wünsche mir schon seit einer halben Ewigkeit, hier in China mal zu einem Mc Donalts zu gehen. Das chinesische Essen schmeckt doch so langsam immer gleich und da wäre das mal eine willkommene Abwechselung gewesen. Aber ich hatte ja schon gefrühstückt und deswegen keinen Hunger. Also sozusagen das selbe Problem wie gestern Abend auch :D

Nach dem essen gingen wir nach ganz oben, wo das Kino ist. Dort trafen wir auf noch mehr Austauschpärchen und kauften mit ihnen die Karten für Captain America in 3D. Dann wurde uns eröffnet, dass der Film erst in einer Stunde anfängt und wir in der Zwischenzeit noch eine Runde shoppen gehen könnten. Da wir inzwischen gefühlt alle Malls in Nanchan auswendig kennen, beschlossen wir, in den Fahrstuhl zu gehen und alle Knöpfe zu drücken. So fuhren wir von Stockwerk zu Stockwerk und stiegen aus wenn wir beim aufgehen der Tür etwas interessantes sahen.
So erwachsen sind wir :D

Nachdem wir die Stunde mit endlosem Fahrstuhl fahren todgeschlagen hatten, konnten wir endlich in den Film gehen. Es fasziniert mich doch immer wieder, was für ein Kinoverhalten die Chinesen haben. Sie lassen ihre Telefone an und lassen sie lange klingeln, sie unterhalten sich so, dass man jedes Wort am anderen Ende des Raumes versteht, soweit man Chinesisch versteht und sie erleuchten den ganzen Kinosaal mit dem Licht ihrer Handys von ihrem Schoß aus. Es ist irgendwann schon etwas nervig, vor allem in den stilleren Szenen, aber ich denke der Film war so laut (ganz besonders weil die Chinesen immer wenn Lautsprecher zum Einsatz kommen, diese so laut aufdrehen, wie nur irgend möglich) und voller Handlung so dass es recht gut zu überstehen war.

Nach dem Film war selbstverständlich Essenszeit. In dem Restaurant in das wir gingen bestellten unsere Chinesen interessantes und exotisches Essen, was wir in der Mitte des Tisches auf einer Platte unter der eine Kohlehalterung war - also in den Tisch eingebaut- brieten. Ein leckeres Barbecue. Leider etwas zu exotisch für mich, deshalb bediente ich mich wie einige wenige andere ausschließlich mit dem Salat. Sehr nett war es demnach, als eine Chinesin uns mit einem süffisanten Lächeln darauf hinwies, dass der Salat nicht "clean" sei, und uns dann viel Spaß auf der Toilette wünschte. Seitdem finden interessante Gespräche in unserer WhazApp Gruppe statt.

Nach dem Essen teilte sich unsere Gruppe, da einige noch etwas zu tun hatten und andere etwas anderes vor hatten. Doch der Kern der Gruppe blieb zusammen. Wir beschlossen, dass wir einige Souvenirs für uns und unsere Freunde aus Deutschland kaufen wollten, deren Preise nicht unbedingt ins unermessliche steigen sollten. Nachdem wir das mit viel Hände herum wedeln und möglichst einfacher Wortwahl unseren Chinesen klar gemacht hatten, führten sie uns auf einen richtigen typischen Markt. So habe ich mir China vorgestellt. Das ist China! Überall Menschenmassen die sich aneinander vorbei quetschten und dazwischen Autos und kleine Mofas die sich durch das Gedränge schlängelten. große Wühltische mit den best gefälschtesten Markensachen für einen Spottpreis! Da ich ja etwas typisch chinesisches Kaufen wollte, holte ich mir ein T- Shirt mit einem Affengesicht drauf, das eigentlich zu einer bestimmten Marke gehört. Vermutlich hätte es eigentlich 50€ gekostet aber hier auf dem Markt habe ich es für 15 Yuan ersteigert. Das sind in etwa 2€. Made in China. Es gab noch so viele andere schöne Sachen die ich mir gekauft habe, aber viel habe ich für keines davon ausgegeben. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass die Menschen die an diesem Markt verkauften nicht grade gewissenhafte Steuerzahler waren, aber bei der Regierung hab ich recht wenig Mitleid mit dieser.

Als wir den Markt verlassen hatten liefen wir wieder durch die Mall und holten uns Softeis. Unsere Gruppe wurde immer kleiner. Wir setzten uns noch einmal zum MC Donalts und ich versuchte drei Cheeseburger für mich und meine Freunde zu kaufen. Ist jedoch nicht ganz einfach wenn der Verkäufer kaum ein Wort Englisch spricht. Nach einiger Zeit des Diskutierens durch Gestik und gebrochenem Englisch hatte ich es endlich geschafft die blöden Buger zu kaufen, die dann noch nicht mal wirklich gut schmeckten.

Endlich mit dem Essen fertig gingen wir in den Park. Es Dämmerte schön und überall waren Flötenspieler und Menschen, die zusammen einen After- Work Tanz machten. Wie man das sonst beschreiben könnte, weiß ich leider auch nicht. Aber es war wirklich sehr schön. Mit dem ruhigen See wie er so da lag und dem ganzen Grün um uns herum.... währen da nicht die nervtötenden Autogeräusche im Hintergrund gewesen, hätte man denken können, man sei im Paradies. Als wir zwei Stunden lang auf einen der Chinesen gewartet hatten, der sich von der Gruppe mit seiner Freundin abgesetzt hatte und seinen Deutschen bei uns gelassen hatte, kam er wieder und gab uns, nachdem wir ihn ziemlich oft als Depp beschimpft hatten, kleine Pudding- Küchlein, die er uns als Entschuldigung von dem Becker mitgebracht hatte. Wir sagten ihm, dass wir ihn nun doch lieb hatten und alle waren glücklich.

Als meine Gasteltern Louxi und mich dann von dem Park abholten, fuhren wir noch zu einem anderen Becker und kauften Brot für Morgen und einen Himmbeer- Milch- Tee. Schmeckt genauso wie es sich anhört. Sehr interessant. Aber ob ich es lecker fand oder nicht habe ich für mich noch nicht entscheiden können :D

Die Zeit hier in China ist wirklich schön und wir fühlen uns alle bestens Versorgt, doch irgendwie ist es doch recht zehrend und deshalb freuen wir uns allesamt schon wieder darauf, endlich wieder in unseren deutschen Betten schlafen zu gehen und von Vogel zwitschern anstatt Hupen geweckt zu werden. Mit Brötchen als Frühstück und nicht mit Fleisch und Gemüse. Morgen ist unser letzter ganzer Tag hier. Der muss nochmal ausführlich genossen werden. Also gute Nacht und bis Morgen!

Die Wüste

Auf den heutigen Tag hatte ich mich schon gefreut. Louxi hatte angekündigt, wir würden something exciting machen, was bisher immer irgendwelche Freizeitparks waren. Als ich also heute Morgen ins Wohnzimmer kam, saßen dort noch ihr Onkel und kleiner Cousin, der nun ca. 6 jahre alt ist und warteten. Luoxi erklärte mir, dass ihr Vater für mehrere Tage auf Geschäftsreise wäre und die Mutter nicht Auto fahren könne, weshalb der Onkel uns helfen würde, an besagten Platz zu kommen. Nachdem wir also anderthalb Stunden im Auto saßen kamen wir endlich an. Dieser Ort an dem wir uns befanden sah irgendwie reichlich wenig nach Vergnügungspark aus, aber meine Hoffnung starb nicht, dass sich vllt doch einer hinter der nächsten Ecke befände. Nun... eine riesige Sandlandschaft erstreckte sich vor uns. Louxi erklärte mir voller Stolz, dass das die Wüste von Nanchang sei. Demzufolge wuchs meine Interesse, was man denn in einer Wüste so interessantes machen könnte, denn Wüsten an sich sind ja generell doch ziemlich langweilig. Wir kämpften uns durch die Kälte und durch den Regen, die wir beide nicht erwartet hatten und dementsprechend gekleidet waren. Nachdem wir eine Viertelstunde durch den Sand gestalkst waren, fiel Louxi auf, dass the exciting thing geschlossen hatte, weil das bei dem Regen zu gefährlich sei. Später fand ich heraus dass es sich dabei um Sand Ski Fahren handelte. Ich glaube das hätte ich echt gerne gemacht. Also stiegen wir wieder ins Auto und fuhren zurück nach Nanchang.

Endlich dort angekommen war bereits Essenszeit. Zu sechst, Die Gastmutter, der Onkel, die Tante (die noch während der Hinfahrt zugestiegen war), der Cousin, Louxi und ich, setzten wir uns in einem Restaurant an einen sehr großen Tisch, der eigentlich für eine deutlich größere Gesellschaft gemacht war. Es gab Entenfüße, Muschelpudding, Reis mit Fleisch, noch mehr anderes Fleisch und natürlich noch delikate Gänseköpfe. Die befanden sich dann immer auf der anderen Seite des Tisches, damit ich sie nicht ansehen musste.

Nachdem ich mein Essen das an diesem Mittag nur aus Reis bestand beendet hatte, ging ich mit meiner Austauschschülerin in die Stadt. Dort trafen wir S. mit ihrer Chinesin. Beide glücklich, eine Deutsche wieder an seiner Seite zu haben dackelten wir unseren Chinesinnen hinterher die planlos durch die Gegend streiften. Und wohin? Nun, wir landeten in einer Spielbar. Dort schossen wir auf Zombies, spielten Basketball, fuhren Autorennspiele und fuhren Motorrad. Der Spaß war allerdings vorbei, als ein seltsamer Chinese uns attraktive Europäerinnen sah und uns von da an die ganze Zeit hinterher lief und auf Chinesisch vollquasselte. Wie schwer ist es denn zu verstehen, wenn ich ihm auf Deutsch, Englisch Französisch und sogar Chinesisch erkläre dass ich verdammt nochmal kein Chinesisch verstehe????

Um von dem seltsamen Chinesen weg zu kommen verließen wir also die Spielhalle und gingen wieder nach draußen in den Regen. Nach einigen Beratungen beschlossen unsere Chinesinnen, dass jetzt mal wieder Zeit wäre, etwas zu essen. Es gab ein großes Regal mit verschiedenen essbaren Sachen darin, die jedoch noch gekocht werden mussten. Man nahm sich einen Korb, legte rein, was man essen wollte und das wurde dann gekocht und zu einer Suppe verarbeitet. Sehr lecker war es nicht, aber unser trinken war kostenlos, weil der Verkäufer so erfreut darüber war, dass Europäer in seinem kleinen Restaurant waren. Sowieso sind wir hier total beliebt. Ich habe hier bisher nur einen Kanadier und zwei Südamerikaner gesehen. Das waren die einzigen Ausländer. Der Rest hatte schlitzige Augen :D Umso weniger Überraschender war es, dass eine Reportage über unseren Austausch im Fernsehen lief. Und das sogar für das gesamte "Bundesland" soweit man das in China so nennen kann. Wobei Nanchang in dem am engsten besiedeltsten davon gehört. Kurze Ausschnitte aus unserer Pantomieaufführung bei der Willkommens Veranstaltung und bei Führungen durch die Schule. Interessant ist, dass ich in dem Fernsehausschnitt zwar ungefähr 8 mal zu sehen bin, aber jedes mal Fotos von mir selbst mache. Da kann ich mich gar nicht mehr dran erinnern...

Wie auch immer. Nachdem wir nun wirklich komplett voll gegessen wieder loszogen, trafen wir ein drittes Austauschpärchen und liefen mit ihm für kurze Zeit durch die Mall. Dann erklärten uns unsere Austauschschüler, dass es Zeit für das Abendessen sei und wir jetzt zum Restaurant fahren würden. Da war für mich eigentlich schon klar, dass ich nichts mehr essen wollen würde. So viel wie wir heute schon gegessen hatten war das auch kaum noch Möglich. Nachdem wir wiedermal durch die Kälte gestarkst waren und wieder kein Taxi uns fahren wollte und wir auch wieder an einer falschen Bushaltestelle standen fanden wir endlich die Richtige und nahmen sogar den richtigen Bus. Dieser fuhr uns durch den Regen vor ein prunkvolles Restaurant. Das sah wirklich sehr teuer aus. Würden das die Eltern bezahlen? Oder die Austauschschüler selbst? Wir trafen uns mit fast allen Austauschschülern und kamen in einen eigenen Raum wo ein riesiger Tisch für uns gedeckt war. Es stellte sich heraus, dass die reichen Eltern der Austauschschülerin einer Freundin von mir mal dachten, sie könnten ja das Abendessen bezahlen. Es gab wirklich viel zu essen und ich hatte keinen Hunger! Dabei sah es so lecker aus :( Dennoch stopfte ich noch ein wenig Hühnerfuß und in Soja getränkten Brokkoli in mich rein. Beides sehr lecker.

Nachdem wir zu Ende dinniert hatten, begaben wir uns nach unten und wurden von den Eltern und der Familie der Chinesin (sie heißt Ada) zum K TV gefahren. Also wieder Karaoke, zum dritten mal in der gesamten Chinazeit. Aber es macht auch wirklich sehr viel Spaß! Dieses mal hatten wir einen extra großen Raum und Adas Eltern bezahlten noch große Obstteller mit kunstvoll gestalteten Melonen und weiterem darauf, Chips, Erdbeeren, trinken und noch viel mehr. Das singen war mal wieder wirklich gut. Obwohl meine Laune durch das schlechte Wetter, das ewige warten als Resultat der leichten ungeplantheit unserer Chinesen und das teure Essen was ich nicht essen konnte, weil ich ja schon das eklige Suppenzeug essen musste und noch weitere Faktoren wirklich in den Keller gesunden war, machte das Karaoke singen doch wieder enorm viel Freude. Vor allem wenn eines der zahlreichen Pärchen unter den Chinesen ein Liebesduett sangen und Adas Eltern kritisch hin und her schauten, da Liebesbeziehungen in dem Alter ja angeblich verboten sind in China.

Erst sehr spät fuhren wir nach Hause. Trotz dem weniger guten Anfang nahm der Tag ein doch mehr als gutes Ende.

5
Apr
2014

Der Ruhetag

Eigentlich hätte ich heute ja ausschlafen dürfen. Aber als ich um 8 Uhr Morgen mit einem klopfen an meiner Zimmertür geweckt wurde, war es zu Ende mit meinem Schlaf. Ich ging duschen und aß Frühstück. Meine Gastschülerin meinte zwar, dass ich noch eine Runde schlafen gehen dürfte, nachdem ich gegessen hatte, entschied sich spontan aber doch um und wir gingen direkt nach dem Essen los.

Heute wollte ich mal mit dem Bus fahren. Leider hat meine Austauschpartnerin anscheinend eine Platzphobie weshalb wir auf einen leeren Bus warten musste und nach wenigen Stationen wieder aussteigen mussten, weil es zu viele Menschen dort drin geworden waren. Lange suchten wir ein Taxi bis ich (!!!) endlich eins anhielt und es uns zu einer Shoppingmall brachte. Dort trafen wir uns mit S. und ihrer Chinesin. Bei eine, Besuch des Starbucks trafen wir auf einen Kanadier. Er war einer der ersten Ausländer die wir in dieser riesigen Stadt sahen. Zuvor habe ich einmal einen Südamerikaner gesehen und S. wohl irgendwo einen Studenten aus Ohio. Wir unterhielten und darüber wie cool unser Austausch ist und dann ging er leider auch schon wieder. Nachdem ich meinen Ice fried Hibiskus Mango tea getrunken hatte machten wir uns auf den Weg und gingen mal in die kleinen Geschäfte am Straßenrand anstatt nur in die großen teuren in der Mall. Dort kaufte ich mir recht billig ein super tolle Portemonnaie und eine Haarschleife. Normalerweise kommen sobald man einen Laden betritt sämtliche Verkäufer angerannt um einem jedes Teil was man sucht in der entsprechenden Größe heraus zu suchen. Das wirkt doch relativ abschreckend und dämpft die Kauflust, weshalb es sehr schön war in diesen überfüllten Laden zu kommen, in dem doch tatsächlich mehr Käufer als Verkäufer waren. Sehr entspannend.

Dann gingen wir Mittag essen Das war sehr lustig. In den Tischen war ein Loch und unter dem Loch war eine Art Herd. Eine in zwei Seiten geteilte Schale wurde daraufgestellt. In die eine Seite kam eine scharfe Flüssigkeit, auf die andere eine Milde. Dann wurden uns rohe Fleischsorten, Pilze, Nudeln und noch viel mehr gebracht. Dies mussten wir mit den Stäbchen nehmen und in die Soße eintunken Dort wurde es gekocht. Das war nicht nur sehr amüsant sondern auch wirklich lecker.

Nach dem Essen suchten wir uns ein Taxi und fuhren in einen Park. In diesem war wohl mal irgendein Mann als Schriftsteller und Maler tätig. Allerdings waren seine Werke nicht sonderlich ansprechend. Auf ein DinA3 großes Blatt einen zwei Zentimeter großen Fisch malen kann ich nämlich auch. Aber vielleicht habe ich auch einfach nur die Kunst oder die Message dahinter nicht verstanden. Wer weiß das schon?

Nachdem es doch recht schnell langweilig in dem Park geworden war, suchten wir uns ein Taxi und fuhren nach Hause. Nachdem ich eine Stunde geschlafen hatte gab es Abendessen. Es ist schön, dass man tatsächlich mit einer Schale Reis und einem Teller Drachenfrucht gut über die Runden kommt, wenn einem das Essen mal doch nicht so ganz schmeckt. Zwar ist es hier erst halb neun, aber ich denke mal ein wenig früher schlafen gehen wird wohl nicht schaden. Also bis Morgen :)

PS: Ich habe heute auf meinem Handy eine Fernsehreportage über unseren Austausch gefunden. Ich bin berühmt!

Happy Birthday

Diesen Artikel schreibe ich nun zum zweiten Mal, da das hervorragende Interner der Meinung war, dass meine erste Version wohl nicht gut genug war und sie deshalb prompt verschwinden lassen hat. Deshalb fasse ich mich mal kurz

Wir begannen den Tag mit einem Besuch im Tempel. Der Tempel war sehr schön. Vor dem Tempel war ein riesiger Platz auf den das Ying und Yang Zeichen gezeichnet war. Im Tempel gab es eine tolle Vorstellung über die berühmteste Liebesgeschichte in China, die von einer tollen Tänzerin mit hübschen Kostüm, einer Frau mit mir unbekanntem Instrument und einer talentierten Opernsängerin begleitet wurden. Nach dem Besuch im Tempel fuhren wir zu einem anderen Tempel.

Dieser Tempel bestand im Gegensatz zum ersten der 6 Etagen hatte, aus mehreren Tempeln die hintereinander gebaut waren mit riesigen Plätzen dazwischen und nur einem Stockwerk.

Mittag aßen wir in einer Schule die in irgendeiner Weise mit unserer Schule zu tun hatte. Weil eine von uns Deutschen Geburtstag hatte sagen wir erst Happy Birtday auf Chinesisch, Englisch und Deutsch und dann bekam sie noch Geschenke und eine gigantische Torte vom Becker. Da das Essen an der Schule eklig war, beschränkte sich mein Mittag auf Reis und Torte. Sehr gesund.

Dann Besuchten wir noch die Uni in Nanchang. Dort war eine große silberne Statur die die Friedensgötting war, auf einem anderen Platz waren zwei große vergoldete Drachen. Auf dem Weg ins Naturkundemuseum und ins Porzellanmuseum mussten wir einen laktoseintolleranten Schüler, der laktose gegessen hatte auf dem Klo zurücklassen. Die Museen waren beide sehr klein und wir fanden heraus, dass eine Ming Vase wenn sie sehr gut erhalten ist 30.000€ kostet.

Nachdem meine Gastmutter meine Gastschülerin und mich von der Schule abgeholt hatte aßen wir zusammen in der Mall Steak. Dann fuhr ich mit meiner Gastschülerin in eine andere Mall wo wir uns mit den andere trafen. Dort feierten wir mit viel singen und viel Bier in einer Karaoke Bar den Geburtstag der Deutschen erneut.

Dann gingen wir nach Hause und meine Gastschülerin meinte, ich dürfte Morgen ausschlafen. Also fang ich damit direkt mal an. Gute Nacht

3
Apr
2014

Der chinesische Drache

Heute stand auf dem Plan, eine weitere Schule in Nanchang zu besuchen. Ultra motiviert setzten wir uns in den Bus und schliefen sofort ein. Wir fuhren wohl ziemlich lange und wunderten uns, ob die Schule denn wirklich noch zu Nanchang gehörte. Ich hätte schwören können, dass wir durch ein Dorf Namens Changnang gefahren sind. Vor dem Eingang stand ein riesiger Torbogen mit zwei Türmen der aufgeblasen wurde und auf dessen Vorderseite stand, dass die Schule uns- die Deutschen aus Peyni- Herzlich Willkommen heißen würden. Als wir ausstiegen kam uns schon ein Schwall Chinesen entgegen der uns bis an das erste Gebäude verfolge und dem einen oder anderen ein: "You're so beautiful!" hinterher rief. Als wir anhielten, da in dem Pokalsaal, den wir uns grade angegucken wollten, leider der Strom ausgefallen war, forderte meine "Lieblingslehrerin" einige von uns auf, mit den Chinesen zu reden, sie seien doch so schüchtern und trauten sich nicht. Eigentlich bin ich der Meinung, dass die Chinesen schon fragen wurden, wenn sie Fragen hätten, aber ich erbarmte mich dennoch, was zur folge hatte, dass ich den Rest meiner Anwesenheitszeit in dieser Schule mit einem bebrillten Schlitzi an meiner Seite verbrachte. Als wir den Pokalraum endlich betreten konnte und sich eine Miniaturstadt, die sie "nur ihre Schule " nannten, erzählte sie mir davon, dass es für sie wirklich schlimm sei, in der Schule Tag und Nacht bleiben zu müssen, da sie ihre Eltern vermisse. In China schlafen die Schüler nämlich eigentlich immer in der Schule, da kommen sie sonst auch garnicht raus. Auch redete sie davon, dass es sowas wie Freizeit in China als Schüler nicht wirklich gibt, da man bis zum Abend in der Schule hock, danach bis Mitternacht an den Hausaufgaben sitzt und am nächsten Morgen komplett übermüdet wieder in die Schule geht. Ich glaube die chinesischen Schüler an allen Schulen leiden gleichermaßen darunter. Angeblich sei das notwendig, da man ja immer besser sein muss. Aber mit dem Aufbau der Unterrichtsstunden die aus dem zitieren des Lehrers aus dem Buch bestehen, erreicht man wohl nicht allzu nachhaltig etwas. Ich denke die Regierung känzelt einfach jede freie Minute, damit die chinesischen Schüler auch ja nicht auf die Idee kommen, dass ihre Politik scheiße ist.
Wir wurden wie üblich in einen Konferenzraum gesetzt und durften dem Schulleiter dabei zuhören, wie er davon schwärmte, dass seine Schule ja so viele Pokale gewonnen hat und seit 8 Jahren bei irgendeinem Wettkamp der erste und der zweite Platz ja nur stets von Schülern seiner Schule erreicht wurde. Ich denke Marx würde sich im Grabe umdrehen wenn er das hören würde... Dann kam der gute Teil: Wir gingen wieder stundenlang über das riesige Gelände und erreichten bald die gigantische Veranstaltungshalle. Als wir den Raum betraten schlug uns ein donnernder Applaus entgegen, der von den Schülern aus den Publikumsreihen, welche voll besetzt waren, kam. Für uns stand ganz vorne eine extra Tische mit VIP Wasser bereit. Die erste Aufführung war wohl die beste. Ich denke jeder hat schonmal von der Berühmtheit der Drachen in China gehört, oder Tänze mit Menschen die als solche verkleidet auf Straßenfesten sind gesehen. Ich kann euch sagen: In echt ist es viel spektakulärer. Es hat einen schlichtweg umgehauen. Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil es einfach zu überwältigend war. Danach kam noch ein Chor, Ballettänzer, Hip Hopper und eine kleine Horde von süßen Kindern die absolut synchron eine Karateaufführung gemacht haben. Hierbei war es traurig zu sehen, dass die armen Kinder wahrscheinlich auch ihre gesamte Freizeit aufs spiel setzten. Denn so definierte und einstudierte Perfektion findet man wohl nicht mal in Gruppen von Erwachsenen, die selbiges Versuchen.
Als die Aufführung zu Ende war, ging es in ein schulinternes Restaurant (!!!) wo wir sehr lecker Essen konnten.

Auf dem Rückweg von der Schule, nahmen wir noch einen kleinen Umweg über eine Reis- Schnaps- Brauerei. Die Führung der langweilig und unverständlich und es stank dort wie auf einem frisch gedüngten Feld, doch der Schnaps war wirklich gut.

Wieder in der Schule spielten wir ein wenig Basketball und studierten dann zwei Lieder ein, die wir absolut Freiwillig und nicht unter Druck meiner "Lieblingslehrerin" bei der Abschlussveranstaltung aufführen sollten. Hauptsächlich blödelten wir aber eigentlich rum und brachten den Chinesen den Paartanz bei.

Als die ersten nach Hause gingen fuhr ich mit meiner Gastschülerin in ein Studentenviertel. Dort gab es sehr leckeres Essen zu einem sehr billigen Preis, da ja all die Studenten dort essen sollen. Sie zeigte mir noch die Universität und erzählte mir, dass sie später gerne mit ihrem Freund zusammen studieren wollte, jedoch mal aus Nanchang rauskommen wolle und nach einem interessanten Nachtisch aus Obst, Pudding und Milch zusammen gemischt fuhren wir endlich nach Hause. Jetzt geht es ab ins Bett, denn wer weiß, was Morgen alles ansteht.

2
Apr
2014

Eine lange Wanderung

Ich denke zu aller erst muss ich mich dafür Entschuldigen, dass dieser Post einen Tag zu spät kommt. Doch der gestrige Tag war so anstrengend, dass ich es kaum vom Auto ins Bett geschafft habe. Er begann mal wieder mit frühem Aufstehen und einer fahrt zur Schule. Von dort fuhren wir mit dem Bus weiter. Die einzige Information die wir hatten war, dass wir wandern gehen würden. Die Aussagen der Chinesen über das Wetter reichten von kochender Hitze bis hin zur eisigen Kälte. Also war Zwiebellook angesagt. Das hieß für mich Top, T-Shirt und Pullover. Während Busfahrt hatte das alles leider nicht so ganz gereicht. Es war immer noch zu kalt. Wie sollte das erst auf dem Berg werden?

Als wir losgingen beschloss ich nach zwei Minuten, dass das T- Shirt und der Pullover dann doch zu schwer waren und steckte sie in meine eh schon viel zu schwere Tasche. Zu Beginn der Wanderung gingen wir durch einen Wald der irgendwie an Urwald erinnerte. Hin und wieder entdeckte man kleine Pavillions am Fluß versteckt, die nach der chinesischen Achitektur gebaut waren. Bald darauf verließen wir diesen und kamen auf ein Feld, welches an der Seite mit Schildern versehen war, die rot waren, gefährlich aussahen, leider allerdings mit chinesischen Schriftzeichen bemalt waren. Also lief ich mit einigen wenigen der anderen Deutsche durch die Felder. Als der kleine Feldpfad aufhörte und wir uns auf den Weg zum nächsten machte, bat uns allerdings einer unserer chinesischen Austauschschüler, besser auf Schlangen zu achten. Und so gingen wir wieder wie normale Leute auf dem dafür vorgesehenen Fußweg. In einem kleinen Dorf machten wir kurz Pause und aßen Teeeier. Die ersten blieben zurück, da ihnen dieser Weg schon starkt zu schaffen gemacht hatte. Hier hatten sich wohl die ersten von uns schon einen Sonnenbrand geholt. Dann gingen wir weiter über eine Hängebrücke, die über matschige Felder von dem Dorf zum Fuße des Berges führte. Die die meisten von uns hatten ihren Spaß daran, auf dieser hin und her zu schaukeln, was der Mann, der die Aufsicht über die Brücke hatte und einigen mit Höhenangst die gleichmäßig aufgeteilt auf den wackeligsten Stellen der Brücke waren, wohl nicht so ganz gefiel. Als endlich alle heile auf der anderen Seite angekommen waren, gings Bergauf. Man geht ja davon aus, dass die Treppen mal IRGENDWANN ein Ende haben, aber das war eine Täuschung. Es ging immer...immer... IMMER weiter Bergauf. Nach mehreren Kilometern erreichten wir wieder einen der chinesischen Pavillions, wo die meisten Lehrer und der ein oder andere Schüler blieben, da die Treppen nun WIRKLICH immer weiter Bergauf gingen. Dort ließ ich auch meine Tasche zurück, denn diese über 5 Kilo behinderten doch stark auf so einem beschwerlichen Weg. Nach einer Zeit des weiter hoch kraxelns kamen wir zu einer Stelle mit riesigen Steinen. Wir sprangen von einem zum anderen. Einer der Steine war ganz besonders weit weg und nur zwei Jungs hatten es gewagt sich dort hinzuwagen. Ihr Resultat: Komm nicht rüber, das tut nur weh! Aber dank meines Abenteuerlustigen Elternhauses dachte ich mir: Was die können, das kann ich schon lange, und sprang trotzdem. Leider mussten beide meiner Hände dafür mit tiefen Kratzern und Wundern büßen, in die den Rest der Tour noch schön der salzige Schweiß reinlief. Wie erfrischend. Kurz bevor wie alle Kollabierten (einige mussten wir deswegen schon zurücklassen) erreichten wir doch tatsächlich den Kopf des Berges. Nach schwachem Triumphgeschrei setzten wir uns alle in den Wind, und genossen es, eine kleine Auszeit von den gefühlten 60 Grad zu haben, mit denen die Sonne auf uns runter bruzelte. Nachdem alle einigermaßen wieder in der lange waren, überhaupt einen Fuß vor den anderen zu setzen ging es einen bei weitem einfacheren, kühleren und besseren Weg wieder nach unten. Der Rest der Wanderung war grade zu einfach.

Endlich wieder vereint und alle Gruppenfotos geschossen fuhren wir mit dem Bus in ein dreckiges Restaurant mit dreckigem Geschirr und super leckerem typisch chinesischem Essen. In der Mitte war eine riesige Glasplatte auf der sämtliche Gerichte aufgetürmt wurden und wenn man eins haben wollte, dann drehte man an dieser Platte so lange, bis das Gericht, was man wollte, vor einem stand und man sich etwas von dem Teller auf den eigenen legen konnte. Das hat richtig Spaß gemacht.

Ausgelaugt und vollgefressen setzten wir uns wieder in den Bus und freuten uns auf zu Hause. umso schockierter waren wir, als wir noch irgendwelche buddhistischen Stätten besuchten sollten. Ich hab ja nichts gegen Buddhismus. Aber wenn ich nach einer stundenlangen Wanderung mit schmerzenden Beinen noch Treppen rauf und Treppen runter laufen muss, nur um irgendeinen Tempel zu sehen, oder eine Gottheit die rot ist und Musik mag, dann hab ich doch was gegen Buddhismus. Um letzteres zu sehen gingen wir mal wieder durch den Wald, stufen rauf und wieder runter und über eine weitere Art Brücke. Allerdings eher eine der Art, die man auf einem Kinderspielplatz findet. Ein Stahlseil in der Mitte auf dem man balancieren muss und links, rechts und unten ein Netzt zum festhalten und auffangen, falls man doch nicht so der Herr seines eigenen Gleichgewichts ist. Dank dem Bauer dieser Brücke fügten sich zu meinen Hand- Maleschen noch Schürfwunden am Fußgelenk durch abrutschen auf dem Stahlseil hinzu. Von dort fuhren wir mit dem Bus endlich zur Schule.

Hinterher war ich noch mit meiner Gastschülerin und der Gastmutter essen. Ich stelle fest, dass man in China nicht alles essen darf, was auf den Teller kommt, denn es kann stets auf nur zur Deko da sein. Also giftig.

Zu Hause endlich fiel ich nach einem langen Duschgang todmüde ins Bett

1
Apr
2014

Das große Match

Ich LIEBE Germknödel. Über alles. Und heute, heute gab es die zum Frühstück. Das war wirklich lecker. Sie waren ein wenig anders als die Deutschen. Man nimmt sie in die Hand, isst sie ohne Sauce und in der Mitte ist kein Pflaumenmuß sondern eine Mohn- Zucker- Sauce. Leider stellte ich mich nicht so ganz geschickt mit dem Teil an, deshalb verbrannt ich mir die Hände zweimal mit dem Inhalt :D

Nach dem Essen wollten wir mit dem Auto zur Schule fahren. Da ich gestern meine Kamera inklusive der SD Card meines Freundes, auf der die gesamten Bilder vom Chinaaustausch gespeichert waren, nicht in meiner Tasche gefunden hatte, nachdem ich sie gefühlte 1000 mal ein und wieder ausgeräumt hatte, ging ich davon aus, dass diese im Auto sei. Als wir sie dort nicht fanden, bekam ich ein sehr schlechtes Gewissen. Mein Freund liebt seine Fotos, die sind ein ganz großes Hobby von ihm. Und kaum leiht er seiner Freundin seine wertvolle SD Card schon sind alle weg? Alles suchen half nichts. Und seinen Blick, als ich ihm die frohe Nachricht verkündete... naja den müsst ihr euch jetzt halt vorstellen....

In der Schule wurden die deutschen wie auch die chinesischen Lehrer über meinen Verlust informiert und dann ging es in den Unterricht. Ich weiß nicht wie viele Stunden wir da saßen und uns auf chinesisch haben berieseln lassen, aber es war definitiv zu lange. Die einzigen Highlights waren, als ein Lehrer in den Unterricht geplatz kam, nur um uns Deutsche zu bitten einen Artikel für die chinesische Schulinternetseite zu schreiben. Ich schrieb über die DInge die ich hier erlebt habe. Darin habe ich ja inzwischen Erfahrung. Während der Chinesischstunde wurden wir Deutschen dazu aufgefordert, einen chinesischen Satz zu lernen, der auf Deutsch so viel heißt, wie dass man ohne Aufmerksamkeit nichts erreicht. Dass interessante war, dass wir alle den selben Satz hatten, es jedoch drei verschiedene chinesische Auffassungsarten dazu gab. Nachdem wir die Sätze jedoch in selbstverständlich einwandfreiem chinesisch vor der ganzen Klasse aufgesagt hatten, wurde es wieder langweilig.

Endlich war die Schule vorbei... für uns Deutsche zumindest. Einige von uns gingen auf den Basketballplatz. Nachdem sie einige Chinesen zum spielen gefunden hatten, kamen immer mehr, die sich das Spiel anschauten und laute Anfeuerungsrufe von sich gaben, jedoch für unsere Seite. Dann gab es danach ein Ping Pong Match bei welchem die Deutschen verloren, obwohl wir uns wacker geschlagen haben. Der ganze Raum war angefüllt mit kleinen Chinesinnen die von jedem verdammten Deutschen und sich gefühlte 10000 Fotos haben wollte. Nur ich wurde irgendwie nie angesprochen. Gut, nach einiger Zeit habe ich sie so sauer angeschaut, dass ich ihnen das wohl auch nicht verübeln kann. Jedenfalls durfte ich mir dann von deutscher Seite anhören, dass ja der Verwandte gesagt hätte, ich sähe asiatisch aus, der andere ist der Meinung ich käme wohl eher richtung Polen oder Russland. Ich muss sagen, eine Russisch- asiatische Mischung hört sich ja doch recht interessant an.

Es folge ein Fußballspiel bei dem wieder alle Deutschen fotografiert wurden, während sie darüber mutmaßten, weshalb mich nie jemand haben wolle. Die stärksten Argumente waren 1.) Ich bin eine Frau, 2.) Ich habe schwarze Haare. Bis zur Halbzeit. Da kamen sie dann auch alle bei mir angelaufen, wollten Fotos und sagten ich sei pretty und beautiful, aber da hatten sie dann auch schon verschissen :D Als dann die anderen genug hatten von den Fotos, holten sie ihre Kameras raus und versuchten den Chinesen gezielt genauso auf den Keks zu gehen. Während ich mein Handy zum Fotos machen rausholte, fand ich meine Kamera tatsächlich in meiner Tasche wieder. Mein Freund hätte mich wohl am liebsten gekillt :'D

Nachdem das Fußballmatch 2:0 verloren war fuhr ich mit meiner Chinesin und ihrer Mutter ins Einkaufscenter, wo wir zusammen aßen. Wir bestellten zusammen eine große Pfanne mit irgendwas und teilten sie uns. Wie ich feststellen durfte, haben chinesische Pfannen die Eigenart, Gemüse was man nicht essen sollte in sich zu haben, weil es nur zur Geschmacksverstärkung diente. Es waren ausgerechnet die Sachen, die am leckersten aussahen. Danach gab es noch Brot mit Eis, das war wirklich sehr lecker. Nach dem Essen fuhren wir nach Hause, unterhielten uns noch sehr gut und stellten fest, dass wir, also meine Gastschwester und ich, uns schon in Deutschland besser hätten verstehen sollen. Nachdem dies geklärt war ging ich in die Dusche, schrieb meine Blog und ging dann schlafen. Dass wäre also jetzt. Gute Nacht ihr :)

PS: Meine Mutter liest auch diesen Blog und würde gerne Kommentieren, aber bekommt es nicht hin. Hallo Mama <3 :))))))

31
Mrz
2014

Empfang beim Bürgermeister

Heyy ihr Süßeeeen, heut war ein sehr essintensiver Tag. Zum Frühstück gab es so gefüllte Teigtaschen, die recht lecker waren. Dann ging es relativ früh zur Schule. Heute musste wir mit in den Unterricht, wir waren gespannt. In der ersten Stunde kamen einige unserer Lehrer in meine Klasse, setzten sich dazu und einer von ihnen machte den Unterricht, indem er versuchte, den Chinesen die Deutsche Sprache etwas näher zu bringen. Zu mir sagte er, dass meine deutsche Aussprache wirklich perfekt sei, woher das wohl kommt...? :D

In der nächsten Stunde hatten wir Chinesisch. Das hieß für mich und meine Sitznachbarin, die auch vom Austausch aus da war (weil ich sehr viel mit ihr gemacht habe und noch machen werde, wie Beispielsweise den Aussflug in den Funpark, nennen wir sie doch einfach S.), wunderschöne Bilder malen. Wir malten Tassen mit Untertassen, Meerjungfrauen und chinesische Schriftzeichen die uns in Erinnerung geblieben waren.

Bei der darauf follgenden 20 Minuten Pause kauften wir uns Grünen Tee und süßes Toast und während die chinesen die Alltägliche Zwangsgymnastik wie jeden Tag auf dem Schulhof praktizierten aßen wir es genüßlich auf.

Aus der Mathestunde die daraufhin folgte (Mathe ist offensichtlich in allen Ländern gleich unbeliebt und langweilig) wurden wir früher aus dem Unterricht gerufen, weil uns ein wichtiger Programmpunkt bevorstand. Der Besuch beim Bürgermeister.

Mit dem Bus führen wir in das riesengroße Rathaus, das von Bäumen und Toren gesäumt war und umrundeten den Springbrunnen. Von dort stiegen wir aus und wurden durch eine riesige mit Goldstatuen verzierte Halle, eine Treppe aus makellos weißem Stein hinaufgeführt und in einen großen Saal gebracht, der mit roten Teppich ausgelegt war. Auf der linken Seite des Saales standen weiße Sessel für uns Deutsche, mit kleinen Tischchen daneben, auf denen Tee, ein weißes nasses Handtuch und ein Namensschild stand. Das selbe spiegelte sich auch auf die rechte Seite, nur mit chinesischen Namen. Zwischen den zwei Fronten standen nebeneinander zwei bunte Sessel, jeweils für unseren Fahrtleiter und für die Bürgermeisterin. Dazwischen ein Tisch mit einer Blume darauf, hinter der sich der Dollmetcher versteckte.
Nachdem wir uns in langen Reden anhören durften, wie toll die eigene Stadt doch sich selbst und die andere Stadt findet und dass zwischen den Städten sozusagen eine "Friends 4 ever"- Beziehung ist, bekamen wir alle von chinesischer Seite aus einen Kasten mit schönen, verschieden großen und hübsch verzierten Pinseln.

Nach dem Gruppenfoto (auf dem alle Students auf dem Boden hocken musste, weil sich das anscheind son gehört, obwohl das mit relativ kurzen Kleid auch relativ uncool ist) gingen wir in einen weiteren großen Saal in dessen Mitte eine riesige Tafel stand. Hungrig wie nie zuvor schaufelten wir alles aufgetischte gierig in uns hinein. Da wussten wir auch noch nicht, dass es 16 Gänge zu tafeln gab. Nachdem wir also komplett vollgegessen und kugelrund das Rathaus wieder verließen, fuhren wir mit dem Bus an eine andere Schule um diese zu begutachten.

So wie ich das sehe wurden in dieser Schule Modedesigner(die Mode in China ist der Hammer!) und Köche ausgebildet. In vielen Räumen standen Hochzeitskleider oder Bilder von aufwendigen Kostümen. Nach einer kurzen Besichtigung durften wir Teigtaschen machen (so wie ich. Die doofen Teile dekorativ zusammenzuknüllen ist wirklich verdammt schwer. Vor allem wenn der selbst erkorene Meister kein Wort Englisch spricht) oder Freundschaftsarmbänder machen (wovon ich eines von S. und eines von meinem Freund Namens P. ) geschenkt bekommen habe.

Nach der Besichtigung wurden wir in einen kleinen Raum in gemütliche Sessel und Sofas gepflanzt und begutachteten ein Schauspiel darüber, wie der traditionelle China- Tee gemacht wird. Danach tranken wir selbst welchen und bekamen die Teigtaschen zu essen (wieder essen) die wir wenige Stunden zuvor gebastelt und verziert hatten.

Wieder an der Schule beschlossen unsere Gastschüler, die bevorstehende Englischstunde zu schwänzen und stattdessen mit uns in die Stadt zu fahren. Es hat total viel Spaß gemacht und jetzt habe ich quietschgrüne Socken mit gelben Punkten. Yeah!

Für Morgen Planen meine Austauschschülerin und ich einen Aprilscherz zu Spielen. Wir wissen nur noch nicht wem. Meinem Freund? Ihrem Freund? (Ja liebe Leute, auch junge CHinesen und CHinesinnen haben Liebesbeziehungen. Die sind alle garnicht so katholisch wie man immer sagt. Es gibt soooo viele Paare an dieser Schule. Nur halten sie es geheim, damit ihre Eltern es nicht herausfinden. Was ist nun also christlicher? Ein normale Beziehung haben und die Eltern wissen davon? Oder sich heimlich im Kaufhaus treffen und wild auf der Rolltreppe anfangen zu Knutschen, als ob es kein Morgen gäbe?(Ich gehöre dabei im übrigen zu der ersten Gruppe ;)))
Also bis Morgen (welcher existiert) und schlaft alle schön <3

30
Mrz
2014

Ein freier Tag

Heute ist Sonntag. Deshalb hatten die Chinesen keine Schule und durften sich selbst überlegen, wie sie ihren Tag mit uns verbringen wollen. Meine Gastschülerin beschloss, mich um 7:30 aufzuwecken. Nach dem Frühstück, welches aus Teigmuscheln mit Fleischmischung und Drachenfrucht bestand, fuhren wir eine Weile durch die Gegend bis wir an einen kleinen Park ankamen. Der sah schon von außen typisch Chinesisch aus, mit der chinesischen Architektur und den großen roten mit Gold verzierten Ballons. Wir trafen uns dort mit einer weiteren Gastschülerin und Deutschen und unternahmen eine kleine Bootstour über den See. Da die Chinesinnen sich alle Mühe gaben, das Tretboot so schnell wie Möglich vorran zu bringen während wir Deutschen faul in der Ecke lagen, beschlossen wir, dass wir anstrengende Arbeiten öfters nach China outsourcen sollten ;) Selbstverständlich wechselten wir mit den Chinesen und fuhren auch sie über das Wasser.

Nachdem wir wieder angelegt hatten gingen wir weiter durch den Park. Es war eine Art Freizeitpark nur in sehr sehr klein. Und so fuhren wir Kart mit Benzinautos, bei welchen wie bei einem Boot durch ziehen an einer Schnur der Motor gestartet wurde. Danach fuhren wir noch Autoscooter mit gigantischen Luftkissen und dann waren wir auf einer doch relativ rostigen Schiffschaukel. Beim schießen an einem Stand gewannen wir den ein oder anderen Preis auch wenn die Gewehre teils in ihre Einzelteile zerfallen sind und abschließend fuhren wir eine Runde auf einem nicht grade vertrauenswürdig aussehendem Kinderkarussel.

Damit hatten wir den ganzen Park durchgespielt und fuhren in die Stadt. Nach einer kleinen Runde shoppen und dem Essen in einem internationalem Restaurant gingen wir mit weiteren Chinesen und deren Austauschschüler ins Kino und schauten "Need for Speed" auf Englisch mit Chinesischem Untertiteln. Das Kinoverhalten der Chinesen ist ganz anders als das der Deutschen. Im Kinosaal telefonieren wenn das Handy mal klingelt ist da nichts besonderes. Wir Deutschen hätten den Armen Telefonierer schon gleich wieder zur Socke gemacht. Wir sollten echt mal sozialer werden!

Nach dem Kinobesuch ging ich mit meiner Autauschschülerin und dem Austauschpärchen von heute Morgen noch ein wenig in die Stadt. weil uns nichts einfiel was wir kaufen könnten, gingen wir in eine Art Karaoke Bar. Für wenig Geld konnte man sich für den Rest des Abends einen kleinen Raum mieten, mit Sofa und Tisch und total schöner Beleuchtung und vielem mehr. Dort spielten wir dann zu 4. Karaoke bis zum Umfallen. Leider kannten wir Deutschen die Chinesischen Lieder, noch die Chinesen die Deutschen. Nur bei dem Lied "Gagnamstye" waren wir uns alle einig und gröhlten laut und schräg mit.

Endlich wieder zu Hause musste ich noch schnell einen Kurzbericht für unsere Schule über die chinesische Küche verfassen, doch jetzt wo ich damit fertig bin, gehe ich endlich schlafen, denn Morgen wird wieder ein langer Tag. Gute Nacht Leutis <3

29
Mrz
2014

Die Schule begrüßt uns

Die erste Nacht in dem chinesischem Bett war in Ordnung. Ob es an meiner Müdigkeit lag, dass ich gut schlafen konnte, trotzdem das Bett auch ein Stein hätte sein können und trotz des lauten hupens vor meinem Fenster, oder aus einem anderen Grund weiß ich nicht. Das Frühstück bestand aus komischen Klöpsen in einer Suppe, die lila waren und die Konsistens von Kaugummi aufwiesen. Außen schmeckten sie teigig doch innen waren sie sehr süß.

Dann ließen meine Gastschülerin und ich uns von ihrem Vater zur Schule fahren. Leider gab es einen Stau auf der Strecke. Ein Bus war liegen geblieben und stand unbewegt quer auf der Straße. Als wir es jedoch in die Schule geschafft hatten, wurde diese uns erstmal vorgestellt. Sie ist gigantisch! Riesige Sportplätze und Steine mit großen chinesischen Zeichen darauf nahmen nur ein teil von dieser ein. Sie haben sogar einen Bioraum wo ein begehbarer Urwald aufgebaut ist und einen Erdkunderaum in denen Vulkanausbrüche, Erdbeben und noch vieles mehr demonstriert werden können.

Das Mittagessen bestand aus einem Hühnerschenkel, sehr viel Reis aus einer gigantischen Tonne, ein Fleisch- Karotten- Mix und gekochtem Salat. Es war sehr lecker. Aber habt ihr mal versucht einen Hühnerschenkel mit Stäbchen zu essen?

Dann war die Begrüßungsfeier. Einige Reden von sehr wichtigen Leuten und wirklich tolle Shows. Schüler und Lehrer sangen, Mädchen die in tollen Kostümen die exotischsten Tänze tanzten standen im Gegensatz zu einer pantomimischen Darstellung und Powerpointpräsentationen von der deutschen Seite. Hier hat die Chinesische eindeutig gewonnen! Hinterher kam noch ein Lehrer und schrieb und unsere Namen in chinesischen Schriftzeichen auf einen Zettel und wir bekamen Geschenke. Zwei chinesische Bücher (leider auch nur mit chinesischen Schriftzeichen, eines jedoch auch mit Bildern) und jeweils zwei Porzellantassen, die schon auf der Bühne bei so manchem zu Bruch gingen. Dennoch haben wir uns sehr darüber gefreut.

Da der Nachmittagsunterricht ausfiel gingen wir in einer großen Gruppe in ein Shoppingcenter. Zuerst gab es typisch chinesischen Tee bei Starbucks und dann drehten wir eine Runde durch den Supermarkt. Wir Kauften Kaugummis, eine 6-er Palette von milchähnlichem Trinken und Waffeln. Und das alles für knapp 2€. Ich bin wirklich fasziniert!

Einer unserer deutschen Austauschschüler wurde gefragt, ob er nicht mit zum Kite flying gehen möchte. Aus irgendeinem Grund nahm ich an dass das etwas ähnliches ist, wie ein Tandemsprung. Also nötigte ich ihn dazu, hinzugehen und schloss mich selbst an. Wir wurden eine immer größer werdende Gruppe von Kite- flyern. Alle waren begeistert, bis wir feststellten, dass Kite- flying doch nur heißt, einen Drachen steigen zu lassen. Aber mal ernsthaft, wann habt ihr das letzte mal einen Drachen steigen lassen? Meine Gastschülerin kaufte mir einen und ich hatte so viel Spaß wie schon lange nicht mehr. Leider fiel ich bei dem Versuch, den Drachen trotz kurzzeitiger Windstille steigen zu lassen in eine Schlammpfütze und versaute mir damit ein Teil des Outfits, welches ich Morgen ursprünglich zum großen Empfang beim Bürgermeister tragen wollte. Um mich wieder glücklich zu machen, holte meine Austauschpartnerin Seifenblasen. Man kann so einen Spaß mit Seifenblasen haben!

Nachdem wir dann fertig "gespielt" hatten ging es auf nach Hause, den Schlamm abwaschen und in ein Restaurant. Ich bestellte einfach irgendetwas da ich eh keine chinesische Schrift verstehe und die Sachen auf den Bildern irgendwie alle gleich aussahen. Erst gab es Salat. Danach eine Suppe. Und dann Der Hauptgang. Der war das Allerbeste!!! Mir wurden als einzige am Tisch Handschuhe aus Plastik gegeben. Zu Beginn dachte ich, sie würden denken, ich könnte das Fleisch nicht mit Messer und Gabel essen. Aber rein aus Jux aß ich dann halt mit den Händen und es hat einen RIESEN SPAß gemacht! Ich habe beschlossen mir auch Plastikhandschuhe zu kaufen und zu Hause nur noch mit den Händen zu essen. Da muss ich nur noch meine Eltern zu überzeugen :D

Zu Hause stelle ich fest, dass mein eigentlich Blog auf Blogspot gesperrt wurde, wie es auch Facebook ist. Deshalb weiche ich mal auf diese Seite aus und Hoffe dass der Speicherplatz der mir zusteht ohne bezahlen zu müssen noch für den Rest des Austauschen reicht. Wenn nicht fang ich halt auf der Nächsten in China zugelassenen Bloggerseite an. Ich bin nicht wegzukriegen!
Gute Nacht, eure Marlin
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