Der chinesische Drache
Heute stand auf dem Plan, eine weitere Schule in Nanchang zu besuchen. Ultra motiviert setzten wir uns in den Bus und schliefen sofort ein. Wir fuhren wohl ziemlich lange und wunderten uns, ob die Schule denn wirklich noch zu Nanchang gehörte. Ich hätte schwören können, dass wir durch ein Dorf Namens Changnang gefahren sind. Vor dem Eingang stand ein riesiger Torbogen mit zwei Türmen der aufgeblasen wurde und auf dessen Vorderseite stand, dass die Schule uns- die Deutschen aus Peyni- Herzlich Willkommen heißen würden. Als wir ausstiegen kam uns schon ein Schwall Chinesen entgegen der uns bis an das erste Gebäude verfolge und dem einen oder anderen ein: "You're so beautiful!" hinterher rief. Als wir anhielten, da in dem Pokalsaal, den wir uns grade angegucken wollten, leider der Strom ausgefallen war, forderte meine "Lieblingslehrerin" einige von uns auf, mit den Chinesen zu reden, sie seien doch so schüchtern und trauten sich nicht. Eigentlich bin ich der Meinung, dass die Chinesen schon fragen wurden, wenn sie Fragen hätten, aber ich erbarmte mich dennoch, was zur folge hatte, dass ich den Rest meiner Anwesenheitszeit in dieser Schule mit einem bebrillten Schlitzi an meiner Seite verbrachte. Als wir den Pokalraum endlich betreten konnte und sich eine Miniaturstadt, die sie "nur ihre Schule " nannten, erzählte sie mir davon, dass es für sie wirklich schlimm sei, in der Schule Tag und Nacht bleiben zu müssen, da sie ihre Eltern vermisse. In China schlafen die Schüler nämlich eigentlich immer in der Schule, da kommen sie sonst auch garnicht raus. Auch redete sie davon, dass es sowas wie Freizeit in China als Schüler nicht wirklich gibt, da man bis zum Abend in der Schule hock, danach bis Mitternacht an den Hausaufgaben sitzt und am nächsten Morgen komplett übermüdet wieder in die Schule geht. Ich glaube die chinesischen Schüler an allen Schulen leiden gleichermaßen darunter. Angeblich sei das notwendig, da man ja immer besser sein muss. Aber mit dem Aufbau der Unterrichtsstunden die aus dem zitieren des Lehrers aus dem Buch bestehen, erreicht man wohl nicht allzu nachhaltig etwas. Ich denke die Regierung känzelt einfach jede freie Minute, damit die chinesischen Schüler auch ja nicht auf die Idee kommen, dass ihre Politik scheiße ist.
Wir wurden wie üblich in einen Konferenzraum gesetzt und durften dem Schulleiter dabei zuhören, wie er davon schwärmte, dass seine Schule ja so viele Pokale gewonnen hat und seit 8 Jahren bei irgendeinem Wettkamp der erste und der zweite Platz ja nur stets von Schülern seiner Schule erreicht wurde. Ich denke Marx würde sich im Grabe umdrehen wenn er das hören würde... Dann kam der gute Teil: Wir gingen wieder stundenlang über das riesige Gelände und erreichten bald die gigantische Veranstaltungshalle. Als wir den Raum betraten schlug uns ein donnernder Applaus entgegen, der von den Schülern aus den Publikumsreihen, welche voll besetzt waren, kam. Für uns stand ganz vorne eine extra Tische mit VIP Wasser bereit. Die erste Aufführung war wohl die beste. Ich denke jeder hat schonmal von der Berühmtheit der Drachen in China gehört, oder Tänze mit Menschen die als solche verkleidet auf Straßenfesten sind gesehen. Ich kann euch sagen: In echt ist es viel spektakulärer. Es hat einen schlichtweg umgehauen. Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil es einfach zu überwältigend war. Danach kam noch ein Chor, Ballettänzer, Hip Hopper und eine kleine Horde von süßen Kindern die absolut synchron eine Karateaufführung gemacht haben. Hierbei war es traurig zu sehen, dass die armen Kinder wahrscheinlich auch ihre gesamte Freizeit aufs spiel setzten. Denn so definierte und einstudierte Perfektion findet man wohl nicht mal in Gruppen von Erwachsenen, die selbiges Versuchen.
Als die Aufführung zu Ende war, ging es in ein schulinternes Restaurant (!!!) wo wir sehr lecker Essen konnten.
Auf dem Rückweg von der Schule, nahmen wir noch einen kleinen Umweg über eine Reis- Schnaps- Brauerei. Die Führung der langweilig und unverständlich und es stank dort wie auf einem frisch gedüngten Feld, doch der Schnaps war wirklich gut.
Wieder in der Schule spielten wir ein wenig Basketball und studierten dann zwei Lieder ein, die wir absolut Freiwillig und nicht unter Druck meiner "Lieblingslehrerin" bei der Abschlussveranstaltung aufführen sollten. Hauptsächlich blödelten wir aber eigentlich rum und brachten den Chinesen den Paartanz bei.
Als die ersten nach Hause gingen fuhr ich mit meiner Gastschülerin in ein Studentenviertel. Dort gab es sehr leckeres Essen zu einem sehr billigen Preis, da ja all die Studenten dort essen sollen. Sie zeigte mir noch die Universität und erzählte mir, dass sie später gerne mit ihrem Freund zusammen studieren wollte, jedoch mal aus Nanchang rauskommen wolle und nach einem interessanten Nachtisch aus Obst, Pudding und Milch zusammen gemischt fuhren wir endlich nach Hause. Jetzt geht es ab ins Bett, denn wer weiß, was Morgen alles ansteht.
Wir wurden wie üblich in einen Konferenzraum gesetzt und durften dem Schulleiter dabei zuhören, wie er davon schwärmte, dass seine Schule ja so viele Pokale gewonnen hat und seit 8 Jahren bei irgendeinem Wettkamp der erste und der zweite Platz ja nur stets von Schülern seiner Schule erreicht wurde. Ich denke Marx würde sich im Grabe umdrehen wenn er das hören würde... Dann kam der gute Teil: Wir gingen wieder stundenlang über das riesige Gelände und erreichten bald die gigantische Veranstaltungshalle. Als wir den Raum betraten schlug uns ein donnernder Applaus entgegen, der von den Schülern aus den Publikumsreihen, welche voll besetzt waren, kam. Für uns stand ganz vorne eine extra Tische mit VIP Wasser bereit. Die erste Aufführung war wohl die beste. Ich denke jeder hat schonmal von der Berühmtheit der Drachen in China gehört, oder Tänze mit Menschen die als solche verkleidet auf Straßenfesten sind gesehen. Ich kann euch sagen: In echt ist es viel spektakulärer. Es hat einen schlichtweg umgehauen. Mehr kann ich dazu nicht sagen, weil es einfach zu überwältigend war. Danach kam noch ein Chor, Ballettänzer, Hip Hopper und eine kleine Horde von süßen Kindern die absolut synchron eine Karateaufführung gemacht haben. Hierbei war es traurig zu sehen, dass die armen Kinder wahrscheinlich auch ihre gesamte Freizeit aufs spiel setzten. Denn so definierte und einstudierte Perfektion findet man wohl nicht mal in Gruppen von Erwachsenen, die selbiges Versuchen.
Als die Aufführung zu Ende war, ging es in ein schulinternes Restaurant (!!!) wo wir sehr lecker Essen konnten.
Auf dem Rückweg von der Schule, nahmen wir noch einen kleinen Umweg über eine Reis- Schnaps- Brauerei. Die Führung der langweilig und unverständlich und es stank dort wie auf einem frisch gedüngten Feld, doch der Schnaps war wirklich gut.
Wieder in der Schule spielten wir ein wenig Basketball und studierten dann zwei Lieder ein, die wir absolut Freiwillig und nicht unter Druck meiner "Lieblingslehrerin" bei der Abschlussveranstaltung aufführen sollten. Hauptsächlich blödelten wir aber eigentlich rum und brachten den Chinesen den Paartanz bei.
Als die ersten nach Hause gingen fuhr ich mit meiner Gastschülerin in ein Studentenviertel. Dort gab es sehr leckeres Essen zu einem sehr billigen Preis, da ja all die Studenten dort essen sollen. Sie zeigte mir noch die Universität und erzählte mir, dass sie später gerne mit ihrem Freund zusammen studieren wollte, jedoch mal aus Nanchang rauskommen wolle und nach einem interessanten Nachtisch aus Obst, Pudding und Milch zusammen gemischt fuhren wir endlich nach Hause. Jetzt geht es ab ins Bett, denn wer weiß, was Morgen alles ansteht.
Marlin Paschköwitz - 3. Apr, 15:50
